Dieser Tage wurde im Grossen Rat das kantonale Budget beraten. Von den Medien unbeachtet, wurde im Gesundheitsdepartement in der mittelfristigen Planung und dem darin enthaltenen Budget – zusammen mit der Alterspflegepolitik - ein Betrag auch für die Seniorenpolitik eingesetzt. Dies ist neu!

Es bedeutet für die Seniorenpolitik des Kantons, dass die im Jahr 2007 erarbeiteten Leitlinien – damals neu als Teil der kantonalen Alterspolitik - bei der Umsetzung auch auf eine finanzielle Basis verfügen können.

Die Koordination der Alterspolitik und die Seniorenpolitik - Seniorenforum - im speziellen ist im Gesundheitsdepartement und dort bei den Gesundheitsdiensten angesiedelt. Gewachsen ist diese organisatorische Massnahme aus dem Umstand, dass vor 2007 „nur“ von einer Alterspflegepolitik gesprochen wurde.

Im Bereichskapitel der Gesundheitsdienste „Tätigkeiten und Projekte“ des kantonalen Budgets 2011 steht dazu folgendes:
„Die Seniorenpolitik trägt den demographischen und gesellschaftlichen Realitäten (längere Lebenserwartung bei gleichzeitiger besserer gesundheitlicher Versorgung der Bevölkerung, Verbesserung der Mobilität) Rechnung. Sie stützt sich primär auf die Leitlinien, welche der Regierungsrat im Jahr 2007 verabschiedet hat. Diese ergänzen das seit 2001 bestehende Altersleitbild. Die Leitlinien zur Seniorenpolitik werden seither von der kantonalen Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Seniorenorganisationen schrittweise umgesetzt. Zu den vier Themen Freiwilligenarbeit, Sicherheit im Alter, Wohnen im Alter und Gesundheit im Alter erarbeiten interdepartementale Arbeitsgruppen laufend konkrete Vorschläge zur Umsetzung. Daneben sollen 2011 auch konkrete Alltagsprobleme der Seniorinnen und Senioren in Einzelbereichen schnell umsetzbaren Massnahmen zugeführt und die Aktivitäten in der Verwaltung zur Umsetzung der Leitlinien breiter kommuniziert werden.“

Diese Absichtserklärung der baselstädtischen Regierung bedeutet einen Quantensprung in Richtung der allgemeinen Anerkennung, dass die gesunde Generation 60+ nicht nur marktwirtschaftlich, sondern auch in der kantonalen Politik richtig Fuss gefasst hat.

Der Kanton Basel-Stadt sendet damit auch beispielhafte Signale an die übrigen Kantone. Die Grauen Panther sind stolz auf diesen Kanton!