Am 14.Juni waren wir alle sehr gespannt: Würde diese Tagung mit dem ungewöhnlichen Konzept „Open Space“ etwas bringen?

Anwort: Ja, und wie! Eine sehr aktive Runde von 36 Mitgliedern (angemeldet waren indessen 46....) hat einen ganzen Tag lang in verschiedenster Gruppenzusammensetzung im Coop-Bildungszentrum Muttenz diskutiert und bereits bei Tagungsende gewisse Beschlüsse gefasst. Die Open-Space-Methode ist darauf angelegt, die Spontaneität und Kreativität zu fördern und trotzdem Resultate zu bringen. Das hat in unserem Fall sehr gut geklappt. Und man freute sich, nicht wenige unbekannte oder selten gesehene Gesichter anzutreffen.

Zuerst, nach einer Einführung, konnten alle, die wollten, ihr Hauptanliegen an die Tagung oder an die Grauen Panther spontan auf ein Blatt formulieren und es vorne an der Themenwand aufhängen. Erstaunlich: 25 teils stark verschiedene Themen kamen zusammen. Daraufhin bildeten sich spontan und ohne jede Anweisung Diskussionsgruppen: jedes Mitglied konnte in der Gruppe seiner Wahl Einsitz nehmen und zwischendurch auch anderswo hin „pendeln“. Es gab dreimal eineinhalb Stunden Gruppendiskussion, verteilt über den Tag und angenehm unterbrochen durch das Mittagessen. Viele Gruppen verlegten ihr „Diskutierzimmer“ in den schönen Park, es herrschte ja warmes Sommerwetter.

Die ganze Tagung wurde nicht „geleitet“, sondern „begleitet“, und zwar von Catherine Pfähler und unserem Vorstandsmitglied Rita Heinzelmann.. Am Ende der Tagung hatten wir dank der professionellen Vorbereitung eine Zusammenfassung der jeweils wichtigsten drei Sätze zu jedem Diskussionsthema in den Händen und konnten, gestützt darauf, eine kurze Schlussdiskussion führen; die beiden Begleiterinnen hatten die Resultate laufend zusammengefasst.

Und hier die wichtigsten Themen, die diskutiert wurden:

  • Das Prozedere für die Wahl eines neuen Co-Präsidiums wurde festgelegt. Angeline Fankhauser tritt nämlich auf die GV vom April 2012 zurück, leider! Die GL setzt eine 5köpfige Findungskommission ein, die ein Anforderungsprofil formuliert und auf dessen Basis gezielt nach Köpfen sucht (keine Ausschreibung).
  • Neue Lokalitäten für unsere Gruppen: Lotti Gujer geht aufgrund klarer Kriterien auf die Suche nach geeigneten neuen Gruppenräumen, da uns das Lola zu schlecht erreichbar ist. Bis zu einer Lösung gilt neu (wie früher): der Rheinfelderhof.
  • Bessere Aktivierung der vielen Potenziale bei unseren Mitgliedern (einen Beweis für solche Potenziale lieferte die Tagung): Als erstes werden wir wieder „Einführungskurse“ für Neumitglieder anbieten. Natürlich bleibt noch viel zu tun.
  • Viel diskutiert wurde auch die Frage, wie wir die „Baby Boomer“ zur Freiwilligenarbeit animieren können und wie wir unsere Botschaften an die „Sandwich-Generation“ bringen (die Menschen zwischen pubertierenden Jugendlichen und betagten Angehörigen).
  • Wir möchten ein Götti-/Gotte-System aufbauen für Menschen im hohen Alter, die keine Angehörigen und keine Freunde haben. Hier hat sich bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, die im September Vorschläge erarbeiten wird.
  • Einen wichtigen Platz nahmen auch mehrere Fragen des Wohnens im Alter ein: neue Wohnformen, generationenübergreifendes Wohnen, Verhinderung von Ghettobildungen Alte/Ausländer.
  • Können wir unser Erscheinungsbild etwas frischer oder bissiger machen? Auch hier wird es eine Arbeitsgruppe geben, u.a. mit zwei ehemaligen PR-Fachleuten.

Wichtig ist nun eine vertiefte Auseinandersetzung mit den vielen, teils noch etwas diffusen Resultaten. Der Vorstand hat an seiner Sitzung vom 21.Juni bereits eine Gruppe von Interessierten zusammengestellt, die bis Mitte September der GL ihre Schlussfolgerungen abliefern wird. Dann entscheidet der Vorstand, welche weiteren Anliegen wann an die Hand genommen werden – und durch wen. Es wird interessante Arbeit geben!

Fazit: Die Tagung hat sich mehr als gelohnt und klar gezeigt, dass die Bewegung der Grauen Panther im 25. Jahr ihres Bestehens so lebendig ist wie eh und je.

MM