Kommunale Altersleitbilder BL: Noch bleibt viel zu tun

Unsere heutige Mitgliederversammlung stiess auf viel Interesse und bot viele konkrete Anregungen

Die Grauen Panther leisten Grundlagenarbeit: Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Angeline Fankhauser (mit Diana Marku, Verena Grütter und Hanspeter Meier) hat sich die Mühe genommen, zahlreiche kommunale Leitbilder im Baselbiet anhand eines selbst erarbeiteten Kriterienkatalogs zu durchleuchten. Mehrere Leitbilder wurden vertieft angegangen und mit Besuchen vor Ort ergänzt. Insgesamt eine grosse Arbeit. Die Präsentation der Ergebnisse und unserer Forderungen in der Grün 80 gingen in Anwesenheit der Spitzen des Gemeindeverbandes vor sich und stiessen auch auf reges Medieninteresse. Der Gemeindeverband hattte der Arbeitsgruppe verdienstvollerweise sämtliche bestehenden kommunalen Leitbilder beschafft, denn eine solche Liste gab es bisher weder beim Kanton noch beim Gemeindeverband. Allein diese Nachfragen haben bei den Gemeinden Interesse geweckt.

Fazit der Analysen durch unsere Arbeitsgruppe: Die meisten Leitbilder sind gut - auf dem Papier. Oft herrscht noch viel "sollte" und "müsste" vor. 29 der 86 Gemeinden haben (noch) gar kein Leitbild (was aber nicht heisst, dass gar nichts geschieht), andere tun sich alterspolitisch mit Nachbargemeindenzusammen (im Waldenburger- und im Laufental), viele haben eigenständige Leitbilder. Insgesamt war die Arbeitsgruppe positiv überrascht über die Leitbilder.

Aber in der Wirklichkeit fehlt noch vieles. Zum Beispiel gibt es in den Gemeinden kaum Fachpersonen, die die alterspolitischen Fragen aktiv angehen "wie etwa die Kanalisation oder die Grünabfuhr", wie Angeline es ironisch ausdrückte. Es wird mehr reagiert als agiert. Und auf den Homepages sind die Leitbilder und auch alterspolitische Dienstleistungen, sofern vorhanden, kaum auffindbar. Das erschwert die Aufgabe etwa für Angehörige, die rasche Aiuskunft suchen über Dienstleistungen., ganz erheblich. Die gute Präsentation und vor allem die Vernetzung solcher Homepages ist von zentraler Bedeutung.

Es wurde in den Ausführungen auch klar, dass es oft ganz einfache Dinge sind, die den älteren Menschen die Lebensqualität verbessern können: Etwa viele Sitzgelegenheiten oder öffentliche WCs. Der Geschäftsführer des Gemeindeverbandes, Ueli Kräuchi, ermunterte die Grauen Panther, weiterhin die Bedürfnisse der Senioren zu artikulieren, denn noch viel zu oft werde Alterspolitik für statt mit den Senioren und Seniorinnen gemacht.

Fortschritte gibt es in der kantonalen Baselbieter Alterspolitik jetzt insofern, als im Mai erstmals ein Runder Tisch tagt mit Kanton, Gemeindeverband und Alterskonferenz.

Die Grauen Panther haben einen Forderungskatalog für die kommunale Alterspolitik aufgestellt.

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